Mitteilungsheft - Forschungsgemeinschaft Litauen e.V.

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Mitteilungsheft

Mitteilungsheft

Das Mitteilungsheft der Forschungsgemeinschaft:

Wir betrachten das Mitteilungsblatt als Bindeglied zwischen den weit verstreut wohnenden Mitgliedern im In- und Ausland. Im Mitteilungsblatt hat jedes Mitglied die Möglichkeit, eigene Forschungsergebnisse und andere Berichte zum Thema Litauen zu veröffentlichen. Außerdem hat jedes Mitglied die Möglichkeit, einmal im Jahr eine kostenlose Tauschanzeige aufzugeben.

Inhaltsverzeichnis Mitteilungsheft
Nr. 35/36


- Die Franzosen in Memel 1920-1923;  
  Studie der Posttarife
- Zwei interessante Litauen-Fälschungen  
- Erste Schritte der Litauischen Post nach   Wiedererlangung der Unabhängigkeit   Litauens 1990
-
EuroBasket 2011-12-02    
-
Vorausbezahlte Päckchen    
- Neue Ergänzungswerte der Freimarkenserie  
- Neuausgaben 2010 2. Halbjahr   
- Sonderstempel 2010     
- Literatur-Nobelpreisträger Cesław Miłosz  
- Isaak Iljitsch Lewitan – russischer Maler  
-
Kurische Nehrung – russischer Teil  
-
Schutzaufgaben der deutschen Luftwaffe im   baltischen Raum

Literatur-Nobelpreisträger Cesław Miłosz
Gemeinschaftsausgabe Litauen – Polen

Zum hundertjährigem Geburtstag von Cesław Miłosz verausgabten die Post-verwaltungen von Litauen und Polen eine Sonderausgabe. In Litauen erschien am      18. Juni 2011 eine Sondermarke, die polnische Postverwaltung brachte am 30. Ju-ni.2011 einen Block zu 4,15 Złoty an den Schalter.
Cesław Miłosz wurde am 30. Juni 1911 in der Ortschaft Šeteniai, Gouverne-ment Kowno (russisches Kaiserreich), geboren. Gestorben ist der polnische Dichter am  14. August 2004 in Krakau.
Cesław Miłosz entstammte einer Familie des polnischen Landadels. Seine schulische Ausbildung, Mittel- und Hochschulstudium, erfolgte in Wilna, das zu dieser Zeit zu Polen gehörte. Nach abgebrochenem Literaturstudium versuchte er sich mit einem Jurastudium.  Bereits 1930 erschien sein erstes Gedicht in einer Studentenzeitung. Im Jahr 1934 schloss er sein Studium ab, er erhielt ein Stipendium, das im eine Weiterbildung in Paris ermöglichte.
1951 geht Cesław Miłosz ins Exil, zuerst nach Frankreich, dann in die USA. Erst nach 30 Jahren Exil kehrt der Dichter 1981 nach Polen zurück und lässt sich in Krakau nieder. Im Jahr 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.




Kurische Nehrung – russischer Teil


Die Kurische Nehrung ist ein 98 km langer Landstreifen zwischen der russi-schen Ortschaft Lesnoi (Лесной,  dt. Sarkau) und Klaipėda (dt. Memel). Die Halbin-sel teilt sich in einen litauischen Teil von 52 km Länge und in einen russischen von 46 km. Die breiteste Stelle mit 3,8 km befindet sich am Bullwikscher Haken (Bulvikio ragas) auf litauischer Seite, bei der russischen Ortschaft Lesnoi befindet sich die schmalste Stelle. Hier ist der Landstreifen nur 380 m breit. Die Kurische Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Bei Klaipėda befindet sich eine 300 m brei-te Verbindung zwischen Ostsee und dem Haff.
Aufgrund eines Beschlusses des Ministerrats der RSFSR wurde der russische Teil der Nehrung am 6. November 1987 zum Nationalpark erklärt. Bereits während der Zugehörigkeit zu Ostpreußen standen Teile der Nehrung unter Naturschutz. Der Nationalpark Kurschskaja Kossa (russ. Национа́льный парк Ку́ршская коса́/Nazio-nalny park Kurschskaja kossa) umfasst eine Fläche von ca. 6620 Hektar. Die Verwaltung des Nationalparks befindet sich in der Ortschaft Rybatschi (Рыбачий, lit. Rasytė, dt. Rossitten). Seit 2000 ist die gesamte Kurische Nehrung UNESCO-Welt-kulturerbe.
Auf dem russischen Teil der Kurischen Nehrung liegen drei Ortschaften, die verwaltungsmäßig zum Oblast Kaliningrad gehören:
Rybatschi (Рыбачий) liegt unweit der litauischen Grenze. Bekannt ist Rybatschi (dt. Rossitten) durch seine 1901 von dem deutschen Ornithologen Johannes Thiene- mann (1863–1938) gegründete Vogelwarte. Mit ca. 900 Einwohnern ist Rybatschi die größte Siedlung im russischen Teil der Nehrung. In der Ortschaft befindet sich ein Postamt (PLZ 238535).
Lesnoi (russ. Лесной, bis 1946 dt. Sarkau lit. Šarkuva). Die Siedlung mit etwa 500 Einwohnern liegt an der schmalsten Stelle der Kurischen Nehrung. In Lesnoi ist ebenfalls ein Postamt vorhanden (PLZ 238703).
Morskoje (russ. Морско́е, bis 1946 dt. Pillkoppen, lit. Pilkopa) ist der letzte Ort auf der russischen Seite, etwa fünf Kilometer vor der litauischen Grenze.



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